Crystal Red im NanoCube

Nach den zwei Geweihschnecken, die vor gut zwei Wochen in das Nanobecken einge­zogen sind kam vor einigen Tagen ein kleiner Trupp Crystal Red Garnelen dazu. Die anfänglich durch den Transport und das Umsetzen gestressten und leicht blass wirkenden Tiere hatten sich schon nach kurzer Zeit an ihr neues Zuhause gewöhnt und zeigen mitt­ler­weile eine intensive Färbung. Allerdings habe ich auch schon vier Todesfälle zu beklagen — von den ursprünglich 13 Tieren sind nur noch neun wohlauf.

Obwohl ich die Tiere sehr schonend mit Hilfe eines Tröpfchenventils über drei Stunden an das neue Aquarienwasser gewöhnt habe kam es bei einer Garnele etwa einen Tag nach dem Einsetzen zu Problemen während der Häutung — so etwas kommt leider immer mal wieder vor, aber gerade in neuen Aquarien schrillen dann schnell alle Alarmglocken. Da sich aber alle anderen Garnelen mitt­ler­weile einmal ohne Probleme gehäutet haben gehe ich davon aus, dass das Wasser und die Umgebung soweit in Ordnung sind und es nur eine Ausnahmefall war.

Drei weitere Garnelen fanden den Tod auf eine gänzlich andere Weise. Ich fand die drei Tiere morgens vertrocknet neben dem Becken liegen. Auch hier galt meine erste Sorge den Wasserwerten, denn irgend­etwas musste die Garnelen ja dazu veran­lasst haben, ihren Lebensraum zu verlassen. Die Erklärung war aller­dings — zum Glück — eine andere.

Crystal Red kommen ursprünglich aus schnell flie­ßenden Gewässern und sind teilweise stärkere Strömungen gewöhnt und schwimmen gerne darin herum auf der Suche nach Nahrung. Das Ausströmrohr meines Lufthebers war so ausge­richtet, dass sich in der hinteren Ecke des Beckens eine etwas stärkere Strömung und Wasserbewegung bildete. Und hier wuselten immer fünf bis sechs Garnelen nahe der Wasseroberfläche auf einem Haufen herum. Ab und zu kam es dabei auch zu Zankereien und wer schon einmal gesehen hat, wie Garnelen die Flucht ergreifen, der wird sich jetzt vorstellen können, wie dabei die ein oder andere nach oben wegge­sprungen sein könnte. Unglücklicherweise bei dreien dann genau durch den Spalt zwischen Abdeckscheibe und Beckenrand ins Trockene und damit den Tod. Dass die Tiere sehr gerne in der Strömung schwimmen zeigte sich auch daran, dass die Garnelen teilweise sogar versuchten, in den Ausströmer selbst herein­zu­schwimmen. Einer Garnele ist dies sogar gelungen.

Ich habe sofort den Ausströmer entspre­chend modi­fi­ziert, so dass die Strömung quer durchs Becken und nicht mehr so dicht an der Wasseroberfläche verläuft. Seit dem wird die Aquarienecke nicht mehr von Garnelen übervölkert und es gab keine weiteren Unfälle. Außerdem ist der Ausströmer jetzt mit einem Stückchen Filterschwamm gesichert.

Alles in allem haben sich die Tiere gut im neuen Becken eingelebt und zeigen eine schöne Färbung. Crystal Red sind wunder­schön anzu­se­hende Garnelen und in den nächsten Tagen werde ich die Gruppe um ein paar Tiere erweitern.

Im folgenden kurzen Video ein paar Eindrücke von den Crystal Red in meinem NanoCube.

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2 Kommentare

  1. Moin Andreas

    Ich finde es immer wieder klasse und genial, wie du dein (unser) Hobby beschreibst und mit den Bildern und Filmen den letzten Schliff in die Beiträge packst.

    Darum freue mich jedes mal wenn bei Twitter ein Update des Blogs gepostet wird.

    schönes Wochenende wünscht dir
    Ralf

  2. Hi Ralf!

    Danke für das Lob! Freut mich, wenn meine Beiträge Gefallen finden. Dann hat man gleich mehr Spass beim Vorbereiten des nächsten Artikels. ;-)

    Ein paar Sachen kommen ja noch. Wenn die Webcam-Geschichte mal stabil läuft gibt’s dazu auf jeden Fall auch noch einen Bericht. ;)

    Gruß,
    Andreas

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