Nu(h)r Satire, oder?
Es ist Wahlkampf, und das ist auch in der Comedy– und Kabarett-Szene angekommen. Unter anderem auch bei Dieter Nuhr, der diesem Thema einen Eintrag in seinem Online-Tagebuch widmet. Da aber der zur Zeit stattfindende Wahlkampf eher träge verläuft ist es mitunter nicht so einfach, diesen kabarettistisch zu verwerten.
Diesem Problem hat wohl auch Dieter Nuhr gegenübergestanden. Und so ist dabei ein für seine Verhältnisse nur mäßiger Artikel herausgekommen. Von einer »Liebesbeziehung« zwischen Wähler und Parteien ist da die Rede, einem Partner der nur alle vier Jahre umworben wird. Recht hat er, keine Frage. Dann aber macht er einen Schwenk zur Piratenpartei. Als Pirat freut man sich natürlich im ersten Moment über diese prominente Werbung. Und ja, man freut sich auch über die von Nuhr gekannten und geschätzten Seitenhiebe und satirischen Sticheleien. Als Pirat muss man einstecken können, keine Frage. Aber was in dem dann folgenden Abschnitt kommt ist einfach nur enttäuschend:
»Piratenpartei ist ja ein schöner Name. Der stimmt einfach. Es geht um einen Raubzug. Um Wahlkampfkostenrückerstattung und Diäten, um Pensionen und Zulagen. Die Piraten sind da ein gutes Beispiel, das sind ein paar verwirrte Studenten, die brauchen Geld. Und sie sind natürlich auch inhaltlich interessiert. Sie fürchten das Ende der Freiheit. Sie haben Angst, dass man im Internet in Zukunft vielleicht keine Musik mehr klauen darf. [..]«
Normalerweise zeigt Dieter Nuhr eine ausgesprochen gute Beobachtungsgabe, wenn er satirisch »angreift«. Um Kabarett zu machen kommt man allgemein auch nicht umhin, sich mit Hintergründen zu beschäftigen. Was Nuhr hier aber abliefert ist eine plumpe Wiedergabe von Klischees und Behauptungen, wie man sie vor Monaten in dafür bekannten Boulevard-Blättern lesen konnte. Dass die Piratenpartei etwas anderes ist als ein Haufen »verwirrter Studenten« die einfach nur kostenlos Musik im Internet runterladen wollen ist in politisch interessierten Kreisen — Kabarettisten zähle ich dazu — spätestens seit der Europwahl bekannt.
Aber über all das könnte man hinwegsehen. Der Text ist satirisch gemeint und sollte mit einem Augenzwinkern betrachtet und bewertet werden — währe da nicht eine Äußerung, die Herr Nuhr sich in meinen Augen besser gespart hätte:
»[..] Und dass man Kinofilme nicht mehr für lau vor dem Kinostart runterladen kann. Oder Kinderpornografie.«
Das geht mir für meinen Geschmack nun doch zu weit. Der letzte Satz ist einfach nur überflüssig und dämlich. Die Piratenpartei bietet sicher genügend Punkte, um sie aufs Korn zu nehmen, aber der Kinderpornografie-Vorwurf ist dumm und zeugt von einem Niveau, dass sogar noch unter der BILD liegen dürfte. Nur fünf Minuten Recherche hätten wohl gereicht, um genügend Hintergrundwissen über die Piratenpartei zu haben, damit man so einen Blödsinn nicht noch an prominenter Stelle verbreitet. Beim letzten Satz wäre vielleicht das Befolgen des oft zitierten Nuhr-Ausspruchs »Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.« sinnvoll gewesen.
Mit Kabarett hat der Text jedenfalls stellenweise meiner Meinung leider wenig zu tun — Comedy auf niedrigem Niveau wird dem Leser hier untergejubelt. Und einen mäßigen Text über den Wahlkampf mit einer Passage über eine kleine und junge Partei, die momentan, vor allem im Netz, an Bekantheit zunimmt auf diese Weise aufzupeppen, ist unter Ihrem Niveau, Herr Nuhr. Für Webseiten-Besuche sollte der Artikel aber allemal gesorgt haben.
Generell habe ich nichts gegen negative Aussagen von Prominenten im Zusammenhang mit der Piratenpartei und der dahinterstehenden politischen Bewegung. Jedem seine Meinung und jedem das Recht, diese auch zu äußern — ein Grund, warum ich Pirat bin. So soll auch ein Dieter Nuhr sagen dürfen, was er möchte. Und das sollten auch alle Piraten beherzigen, die sich jetzt aufregen. Dieter Nuhr ist ein Mensch, macht Fehler oder vergreift sich im Ton. Zudem führen solche Dinge zum Beispiel auch zu so schönen Antworten, wie die folgende auf Youtube. Im Endeffekt könnte es sich noch als vorteilhaft für die Piraten herausstellen.
Ich jedenfalls freue mich auf den Tag, an dem die Piraten mal von Kabarettisten wie Volker Pispers oder Urban Priol satirisch durch den Kakao gezogen werden. Hier ist dann davon auszugehen, dass im Vorfeld Informationen eingeholt werden und man als Pirat einen Spiegel vorgehalten bekommt, der auch mit der Wirklichkeit im Zusammenhang steht.
Also, Herr Nuhr: das nächste mal bitte einen Artikel über die Piraten, der durchsickern lässt, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigt haben und der ohne plumpe Pauschalisierungen und Regenbogen-Klischees daherkommt. Dafür aber mit dem gewohnten satirischen Biss, wie man ihn ansonsten kennt.
Update #1 (15.09.09 00:37 Uhr): Soeben muss ich feststellen, dass Herr Nuhr anscheinend ein bißchen was von der Kritik, die sich wahrscheinlich in allen Daseinsformen im Netz über ihn ergossen hat, ernst genommen hat. Ich hoffe, dass zwischen den ganzen »Buh-Rufern« auch ein paar dabei waren, die konstruktiv ihren Unmut mitgeteilt haben.
Der Text im Online-Tagebuch jedenfalls wurde abgeändert und der oben von mir zitierte Abschnitt lautet nun so:
»[..] Und dass man Kinofilme nicht mehr für lau vor dem Kinostart runterladen kann. Oder Kinderpornografie — oder weshalb haben sie uns Herrn Tauß präsentiert, wohl kaum, weil er so kinderlieb ist. Was soll das?«
Den Originaltext kann man sich zum Vergleich in einer Audio-Version beim WDR 2 anhören.
Mitglieder und Sympathisanten der Piratenpartei werden nun nicht mehr direkt als Kinderpornografie-Downloader bezeichnet. Danke erstmal für diese Änderung. Warum allerdings jetzt gesagt wird, dass die Piratenpartei Herrn Tauss »präsentiert« ist mir schleierhaft, aber nun gut — die Berichterstattungen der letzten Wochen in den Medien könnten ihn zu dieser Aussage veranlasst haben. Herr Tauss ist ein Mitglied von fast 8.000 der Piratenpartei Deutschland. Er ist in den Medien durch seine Bekanntheit als Ex-SPD-Abgeordneter und durch das Ermittlungsverfahren gegen ihn wahrscheinlich der bekannteste Pirat. Aber von »präsentieren« kann eigentlich so nicht die Rede sein.
Schade generell, dass die Kinderpornografie-Verbindung der Piratenpartei weiter aufrechterhalten wird. Zu diesem Thema wurde, denke ich, schon viel zu viel gesagt und geschrieben. Ich für meinen Teil würde vorschlagen, Gerichtsurteile abzuwarten. Sollte eine Schuld seitens Herrn Tauss gerichtlich bestätigt sein wird es ein Parteiausschlussverfahren geben. Fertig. Ansonsten bleibe ich weiter bei der Unschuldsvermutung und überlasse es fähigeren Leuten (Richtern) ein Urteil zu fällen.
Update #2 (15.09.09 01:52 Uhr): Von Uwe in den Kommentaren zu disem Artikel darauf aufmerksam gemacht hier ein zweites Update: Dieter Nuhr hat noch wesentlich mehr in seinem Artikel geändert als nur die in Update #1 zitierte Passage zum Thema Kinderpornografie: ein ganzer Abschnitt über »das Ende der Freiheit, [..] dass man anderen nicht auf die Fresse hauen darf« fehlt nun komplett.
Das Einlenken vom Herrn Nuhr in dieser Sache ist einerseits sehr erfreulich, ich hoffe aber, dass diese Änderung aus eigener Überzeugung und nicht aus Gründen von »Selbstzensur« geschehen ist. Nichts würde den Zielen der Piraten jetzt mehr im Wege stehen als etwaige »Zensurvorwürfe«, die man durch bloßen Druck der Netzgemeinde erreicht hat. Das fände ich doch sehr schade. Aber so, wie ich Herrn Nuhr einschätze würde er so einem äußeren Druck auch nicht nachgeben — ein Comedian, der austeilt wie er wird auch einstecken und Kritik vertragen können (und etwaige Pöbeleien ignoriert haben).
Also, liebe Mitpiraten: lasst etwas Ruhe in die ganze Diskussion einkehren. Ich verbuche das ganze für mich persönlich als Ausrutscher und freue mich, wenn Dieter Nuhr das nächste mal hier in der Gegend auftritt um ihn dann live auf der Bühne zu erleben.
Update #3 (15.09.09 02:14 Uhr): Ok, meine Befürchtungen scheinen sich doch bewahrheitet zu haben. Chris aus München machte mich per E-Mail gerade darauf aufmerksam, dass es von Seiten einiger Hitzköpfe (so nenne ich sie einfach mal) wohl doch dazu kam, Herrn Nuhr mit wahrscheinlich unschönen E-Mails etc. zu bombardieren. Anders kann ich mit den folgenden Satz, den man zur Zeit auf seiner Website nuhr.de lesen kann nicht erklären:
»[..] Neuerdings beweisen auch die Piraten durch Drohungen, Beleidigungen und Nötigung, dass sie alles sind, aber keine Partei für zivilisierte Wähler. [..]«
Die ganze Entwicklung macht mich, selbst Pirat, doch betroffen. Klar, so ganz in Ordnung fand ich den Ursprungstext auch nicht. Aber man muss sich auch nicht gleich von allem persönlich angegriffen fühlen. Ein bißchen mehr Ruhe und etwas Überlegung anstatt Adrenalin hätten hier wahrscheinlich Wunder gewirkt. Beleidigende E-Mails, Drohungen oder Nötigung sind keine Mittel, die eines Piraten würdig sind! Leute, wir kämpfen mit Argumenten, nicht mit (virtuellen) Fäusten. Das schadet nur der gemeinsamen Bewegung, den gemeinsamen Zielen und wirft (in diesem Fall zu Recht) ein äußerst fragwürdiges Licht auf unsere Bemühungen, als Piratenpartei ernst genommen zu werden.
Und Herr Nuhr, falls Sie diesen Text hier lesen sollten: bitte bedenken Sie, dass es in jeder größeren Gruppierung immer Personen gibt, die vorschnell reagieren oder den Kopf nicht zu genüge einschalten. Die Piratenpartei an sich und die verfolgten Ziele sind bei näherer Betrachtung aber durchaus eine Alternative zur jetzigen Politik. Fällen Sie bitte nicht vorschnell ein Urteil, weil ein Teil der Netzgemeinde ihren Unmut über einen Ihrer Texte in ungeeigneter Form an Ihnen abgelassen hat. Wahrscheinlich waren es nichtmals alles »echte Piraten«, ausschließen möchte ich das aber natürlich nicht.
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Tags: Comedy, Humor, Kabarett, Nuhr, Piratenpartei, Satire, Wahlkampf
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Nu(h)r Satire, oder?…
Es ist Wahlkampf, und das ist auch in der Comedy– und Kabarett-Szene angekommen. Unter anderem auch bei Dieter Nuhr, der diesem Thema einen Eintrag in seinem Online-Tagebuch widmet. Da aber der zur Zeit stattfindende Wahlkampf eher träge verläuft ist e…
[…] This post was mentioned on Twitter by Macm. Macm said: #Nuhr-Zusammenfassung ohne Polemik: http://bit.ly/yBxSY @dieternuhr #piraten+ […]
Und das, Kollege Pirat, ist der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy. Nuhr halte ich nicht für einen Kabarettisten.
Das sieht z.B. Wikipedia anders. Dort wird er als Kabarettist aufgeführt. Für mich schwankt er irgendwo zwischen Kabarett und Comedy.
Über Volker Pispers würde ich mich auch riesig freuen. Den Kerl finde ich einfach genial, den Priol kenne ich (noch) nicht.
Vielleicht kann man Piraten auch einfach nicht textlich kabarettisieren(?), weil wir zu anschaulich sind? Vielleicht braucht man dazu irgendwie Mimik und Gestik.
Ich denke, die Piratenpartei ist noch nicht so recht »griffig«. Bei allen etablierten Parteien gibt es seit vielen Jahren ein paar herausragende Köpfe und Politiker, die sich als »Angriffsfläche« eignen. Hier kann ein Kabarettist ansetzen und parodieren. Aber bei einer so jungen und frischen Bewegung wie es die Piratenpartei zur Zeit ist stelle ich mir das durchaus schwierig vor. Entweder man greift zu den bekannten Vorurteilen, wie es Dieter Nuhr getan hat oder man wartet, bis man wirklich etwas findet, das man angehen kann.
Vermutlich ist aber gerade der basisdemokratische Ansatz und die neuen Ideen der Piratenpartei in der Kabarett-Szene durchaus positiv besetzt, sie würden sich selbst unglaubwürdig machen, wenn sie jetzt dagegen wettern würden.
Aber mal sehen, was die Zukunft noch bringt. ;-)
Du solltest noch ein Update einfügen. Nuhr hat in der Text-Version nämlich noch mehr geändert, und das finde ich tatsächlich bemerkenswert!
»So wie es ja auch für viele das Ende der Freiheit war, als sie erfuhren, dass man im Plattenladen gar keine CDs klauen darf, oder dass man anderen nicht auf die Fresse hauen darf. Wo bleibt denn dir Freiheit, wenn ich nicht mehr hauen darf, wen ich will?«
Diese tatsächlich unsinnigen Vergleiche hat er nämlich auch einfach weg rationalisiert. Liest man sich den Text nun durch sollte man wie du schon gesagt hast höchstens noch über die Sache mit Tauß stolpern.
Eine Aussage wie: die Piratenpartei seien »ein paar verwirrte Studenten, die wollen sparen« bzw in der Audio-Version »die wollen Geld«, das finde ich ist lustig und zugleich eine berechtigte Feststellung, da der durchschnittlicher Pirat bzw. Piratenwähler in (Studenten)städten wohnt und jung ist.
Mal davon abgesehen freue ich mich tierisch, dass die Piraten endlich aufs Korn genommen werden, auch wenn es vielleicht nur daran liegt, dass der Wahlkampf definitiv seinen Namen dieses Jahr nicht verdient hat!
Danke für den Hinweis. Du hast Recht, der ganze Teil über die Freiheit fehlt jetzt. Habe meinen Artikel oben ergänzt.
Und in dem anderen Punkt geben ich dir auf jeden Fall Recht: es ist gut, dass die Piraten immer weiter in den Blickpunkt geraten — egal ob positiv oder negativ. Das wichtigste ist, dass man über uns redet. Jeder halbwegs gebildete Mensch wird sich dann auch zu informieren wissen und eigene Schlüsse ziehen können.
Ich find beide Seiten machen sich grad lächerlich. Der Herr Nuhr, der sich erst informieren und dann reden sollte und die Piraten, die da mit bösen Mails um sich werfen. So ein Mist nervt doch nur und ist nicht produktiv.
Ich hab mich ja auch über diesen Unsinn geärgert vor allem den Satz mit der Kinderpornografie war frei jeglicher Argumente und Sinn, aber deshalb darf man auch nicht auf das gleiche unterirdische Niveau gehen, denn genau das erwarten sie ja von uns um wieder von der Rechtsfreiheit und der schlechten Qualität zu erzählen.
Die meisten Piraten haben laut Twitter richtig, weil gemäßigt reagiert. Ob und was da sonst abgelaufen ist, kann ich natürlich nicht sagen und natürlich auch nicht durch wen. Allerdings in darf sich der Herr Nuhr auch nicht über solche Reaktionen beschweren und verurteilen schon mal gar nicht. Wenn ich mich unter eine NPD Veranstaltung mische und rufe »Hitler war irgendwie schwul!« darf ich mich auch nicht wundern, wenn ich auf die Nase bekomme.
Dieter Nuhr würde ich persönlich nur unter Comedian einordnen. Für Kabarett fehlt es da einfach am Klasse. Er mag ja lustige Moment haben (Krötentunnel), aber es ist halt ne ganz andere Abteilung als ein Schramm, Priol, Pispers oder Rether.
Ich habe gar nicht gewusst, dass Dieter Nuhr so unreflektiert handelt und wahllos die übelsten Klisches verbreitet. Bisher fand ich den immer relativ lustig aber das hier ist kein Kabarett und auch keine Comedy, dass ist nichts anderes als das Verbreiten von billigen Klisches, ohne sich darüber informiert zu haben.
Würde mich mal interessieren wer das lustig findet.
Anstatt das Dieter Nuhr sich einfach angeschaut hätte, was man denn an den Piraten wirklich Parodieren könnte (z.B. das ständige »Klarmachen zum ändern«), jammert er jetzt auch noch über twitter, wenn er Kontra bekommt.
Anscheinend versteht er unter Meinungsfreiheit, dass man unreflektierte Klisches nicht kommentieren und kritisieren darf und sich auch bei falschen Behauptungen bloss nicht wehren sollte.
Ich liebe Pispers auch + er hat zumindest in der aktuellen Ausgabe von »Volker Pispers & Gäste« über das Sperrgesetz hergezogen/Es mainstreamig erklärt. Ein Anfang
[…] hat es mich, dass sich selbst etablierte Kabarettisten wie Diether Nuhr erstaunlich weit unter ihr Niveau begeben, wenn gegen digitale Bürgerrechtler polemisiert werden muss (”keine Partei für zivilisierte […]
Ich mag den Nuhr echt gerne! Versuche mind. 1x im Jahr bei einem Live-Auftritt dabei zu sein, liebe es lachend zu Nuhr einzuschlafen und folge ihm bei twitter. Ich mag ihn besonders, weil er eigt. immer sehr intelligenten Humor bewiesen hat und er sich genau dadurch von den meisten Comedians unterscheidet. Genau deswegen hat er auch den 2008: Deutscher IQ-Preis des Vereins Mensa in Deutschland bekommen. Was mich sehr gefreut hat. Den Großteil der Zeit, wenn ich Nuhr höre, denke ich »jaaa! genau! so seh ich das auch oder das habe ich mir auch so gedacht!.»
Aber bei politischen Witzen weiß ich nicht, ob das einfach nicht sein Ding ist.
Nun war ich die letzten Tage in Schweden und habe dabei natürlich auch fleißig meine tweets verfolgt und mich ebenfalls über ein recht merkwürdiges Kommentar seinerseits über die Piratenpartei gewundert. Bzw. ein weiteres Mal festgestellt, dass er in politischen Sachen, dann doch einfach einen anderen und meiner Meinung nach recht seltsamen Humor hat. Heute habe ich diesen Blogeintrag hier gelesen und ich denke auch — Nuhr zu Beleidigen oder zu Drohen ist mit Abstand das dussligste was man als Parteimitglied/ sympathisant machen kann. Sorry aber mich interessieren die Piraten, weil ich den Eindruck habe, hier auf anspruchvolle, interllektuelle, soziale, moderne und vor allem wachsame Menschen zu stoßen. Jeder macht Fehler ;) auch der Nuhr. Wahrscheinlich sagt er sich auch — hätt ich mal die Fresse gehalten, ich hatte ja keine Ahnung. Wir haben gesagt das wir seinen Humor schätzen, er selbstverständlich das Recht hat zu Kritisieren und weil einige von uns offenbar große Stücke von ihm halten, haben wir ihn darum gebeten sich in Zukunft wieder etwas intelligenter und gewiefter über uns lustig zu machen und das sollte es auch gewesen sein. Alles weitere ist Kindergarten.
Im übrigen kann ich Dieter Nuhr das Buch »Das Ende der Privatsphäre« sehr ans Herz legen, vielleicht versteht er dann den Freiheitsdrang der Piratenpartei — die u.A. einfach nur das macht, was Rainhard Mey in seinem sehr bekannten Lied »sei wachsam« schone eine Weile rät. ( http://www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I )
Aber Freiheit ist ja nicht das einzige was die Piraten wollen… ;)
Hallo Natalie,
ja, mit »Kindergarten« triffst du es eigentlich sehr genau. Es wurden Fehler gemacht bzw. es wurde sich ungeschickt ausgedrückt — auf beiden Seiten. Aber das, was jetzt danach dann kam ist teils Kindergartenniveau und Schlammschlacht. Eigentlich sehr traurig, da es keiner Seite nützt.
Ein sehr lesenswerter Blogbeitrag zu dem ganzen findet sich hier:
http://smombie.blog.de/2009/09/15/piraten-kritik-vertragen-6972493/
[…] Internet, Piraten — by pinguinmaedchen @ 12:24 Tags: Dieter Nuhr, Piratenpartei Beim Lesen des Blogs von byteorder bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Sie den Text auf Ihrer Webpage ja schon längst ein wenig […]
Also ich habe den ?Herren? Nuhr nie gemocht und jetzt mag ich diesen noch weniger.
Auch finde ich, das dieser ?Herr? total überbewertet wurde und wird, auch ist das für mich kein Kabarett mehr, sich beleidigend über seine Mitmenschen zu äussern sondern nichts anderes als Tratsch.
Tratsch sind Behauptungen Unterstellungen Beleidigungen die bei genauer Überprüfung einen Wahrheitsgehalt micht standhalten können.
Das Bedauerliche oder Schlimme daran oft vernichten diese ganze Existenzen ohne das der/die Betroffenen sich ausreichend dagegen währen können.
Denn sind solche Behauptungen erstmal ausreichend in Umlauf gebracht worden ist oftmals ein nicht wieder gut zu machender Schaden entstanden.
So was das dann für betroffenen Menschen bedeutet kann wohl jeder/e nachvollziehen.….
Das Bedauerliche Personen wie der ?Herr? Nuhr verdienen damit Geld und nicht zuwenig.….….