Piratenbewegung erstarkt durch die Zensur-Bestrebungen der Regierung

Die Piratenpartei hat in den letzten beiden Wochen einen bemer­kens­werten und erfreu­lichen Zuwachs an Mitgliedern verzeichnen können. Die aktuelle poli­tische Entwicklung hat zu einem Anstieg um mehr als 100 Mitglieder geführt, womit die Marke von 1000 Mitgliedern inzwi­schen deutlich übersprungen wurde. Damit zeigt sich die wachsende Bedeutung der Freiheit des Wortes und des Schutzes der infor­ma­tio­nellen Selbstbestimmung. Europaweit enga­gieren und orga­ni­sieren sich immer mehr Bürger in den verschie­denen natio­nalen Piratenparteien sowie in Bürgerrechtsorganisationen gegen Zensur und die Beschränkung des freien Zugangs zum Internet.

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Jens Seipenbusch, stell­ver­tre­tender Vorsitzender der Piratenpartei erklärt: »In Schweden werden bereits über 40.000 Mitglieder der Piratenbewegung gezählt und inzwi­schen sind die «Ung Pirat» die größte poli­tische Jugendorganisation Schwedens. Die «Ung Pirat» sind das schwe­dische Pendant zu den «Jungen Piraten» in Deutschland, welche sich am 18.04.2009 gegründet haben. In ganz Skandinavien sowie in Großbritannien, Frankreich und Polen werden im Zuge der Angriffe auf die freie Netz-Nutzung in der EU neue Zuwächse und Akzente der Bewegung gemeldet. Wegen des Mitgliederzuwachses in Schweden, der nach dem umstrit­tenen Pirate-Bay-Urteil einge­treten ist, halten sogar Kritiker den Einzug von ein bis zwei PIRATEN ins Europaparlament für wahrscheinlich.«

Auch in Deutschland und Finnland haben die PIRATEN berech­tigte Hoffnung bei den Europawahlen deutliche Akzente zu setzen, was ange­sichts der Politik, die auf der EU-Ebene gemacht wird, sehr wichtig ist. So wurde beispiels­weise die Grundlage für die Vorratsdatenspeicherung in einer EU-Richtlinie gelegt und über das EU-Telekom-Paket wird am 5.5. weiter entschieden. Die Bemühungen um eine Zensur-Infrastruktur in vielen euro­päi­schen Staaten und ein EU-weites System dafür sind weitere große, beun­ru­hi­gende Schritte.

Andreas Popp, Spitzenkandidat der deutschen PIRATEN für das Europaparlament fügt hinzu: »Auch in Deutschland nimmt der Überwa­chungs­druck auf die Bevölkerung immer weiter zu. Insbesondere der kritische und infor­mierte Bürger hat staat­liche Willkür zu befürchten. Das betrifft zum Beispiel sowohl das BKA-Gesetz, gegen dessen grund­ge­setz­wid­rigen Inhalt die Piratin Bettina Winsemann bereits Klage erhoben hat, als auch die von Frau von der Leyen geplante Einführung einer Zensur des Internets mit einge­bauter Echtzeit-Überwachung.«

Die Piratenpartei rechnet auch für die Zukunft mit einem weiteren Mitgliederzuwachs und tritt so selbst­be­wusst in den Europa– und Bundestagswahlkampf. Sie sieht sich weiterhin als führende partei­liche Gegenbewegung zum ausufernden euro­pa­weiten Lobbyismus, der nach mehr Kontrolle über die Bürger strebt. Die PIRATEN vertreten konse­quent die Forderungen nach dem Erhalt der Freiheiten der Bürger und nach Transparenz von Staat und Wirtschaft.

Quelle: www​.pira​ten​partei​.de / Pressemitteilung vom 04.05.20009

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