[Tassenblog #2] Horror vacui

»Horror vacui« (latei­nisch: Abscheu vor der Leere) bezeichnet die Hypothese, dass die Natur vor leeren Räumen zurück­schrecke. Deshalb seien leere Räume bestrebt, Gas oder Flüssigkeiten anzu­saugen, damit sie eben nicht mehr leer seien.

So leitet der entspre­chende Wikipedia-Artikel ein. Horror vacui — eine ursprünglich auf Aristoteles zurück­ge­hende These, nach der es keine Leere geben kann. Metaphorisch gibt es diese »Angst vor der Leere« ebenfalls: Künster und Texter, die das weiße Blatt Papier füllen müssen. Aber auch Menschen, die sich vor der (inneren) Leere fürchten oder Blogger, die nicht wissen, (über) was sie schreiben sollen.

Vielleicht ist ein bißchen »Horror vacui« mit Schuld daran, dass sich meine Tassenblog-Serie zwischen den übrigen Beiträgen hindurch­schlängelt. *g* Aber es geht natürlich primär um eine weitere Tasse aus meinem Tassenschrank. Und beim Thema Kaffee ist man mit der Furcht oder Abscheu vor der Leere auch nicht ganz daneben. Was ist schon schlimmer, als die Vorstellung einer leeren Kaffeetasse?

Die heute vorge­stellte Tasse:

#2: Horror vacui

Horror Vacui

Dabei hat das ursprüng­liche Thema, aus dem diese Tasse hervorgeht erstmal wenig mit Kaffee zu tun. Wer sich die Tasse genau ansieht wird in den Zierranken der Schrift die Buchstaben »ASP« entdecken. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Abkürzung für so banale Dinge wie »Abenteuerspielplatz«, »Active Server Pages« oder »Antisoziale Persönlichkeitsstörung«. ASP ist eine Gothic-Rock Band aus Frankfurt. ASP ist womöglich sogar die Gothic-Rock Band überhaupt! Hier stimmt einfach alles. Texte und Musik sind von höchster Güte und wer ASP einmal live auf der Bühne erleben durfte merkt sofort, dass hier absolute Vollblutmusiker am Werk sind, die mit Herz und Seele hinter dem stehen, was sie tun.

Und da ich seit einigen Jahren durch und durch ASP-Fan bin darf ein bißchen Merchandising natürlich nicht fehlen. Zum Album, unter anderem mit dem dunkeldüs­teren Titel »So viel Tiefer« und der wirklich tollen Konzert-Tour »Horror vacui« gab es die oben abgebilde Tasse. Es versteht sich fast von selbst, dass aus dieser Tasse der Kaffee nur schwarz getrunken wird. Und das auch nur so lange, bis es etwas dunkleres gibt. Ich habe von dieser Tasse übrigends mehr als nur ein Exemplar im Schrank. Auf dass er niemals leer ist…

Im nächsten Tassenblog-Beitrag kommen wir zu der ältesten Tasse in meiner Küche — eine Reise in eine ferne Vergangenheit…

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