Twitter untergräbt Privatsphäre
Der Mikroblogging-Anbieter Twitter erweitert ständig die Funktionalität des beliebten Kurznachrichten-Dienstes — mit der letzten Neuerung wird allerdings die Privatssphäre der Nutzer untergraben. Seit Kurzem ist es möglich, nach Bekannten und Freunden auch per E-Mail zu suchen. Das ganze ist in soweit problematisch, als dass Nutzer, die ihren Twitter-Account lieber anonym nutzen plötzlich über ihre Mail-Adresse gefunden und mit dem Twitter-Konto in Verbindung gebracht werden können.
In den Einstellungen des eigenen Twitter-Kontos lässt sich die eigene E-Mail-Adresse zwar von der Suche ausschließen, standardmäßig hat Twitter dieses »Feature« aber für alle Nutzer aktiviert. Jeder Twitternutzer sollte sich möglichst bald auf der Twitter-Webseite anmelden und das Häkchen »Andere können mich über meine E-Mail-Adresse finden« in den Einstellungen entfernen.
Allgemein sollte man sich allerdings die Frage stellen, in wie weit man Dienste wie Twitter oder Buzz nutzen sollte, wenn man auf Privatsphäre und Datenschutz wert legt. Eine extra dafür eingerichtete E-Mail-Adresse ist dann auf jeden Fall ein Muss. Das Verhalten von Twitter in diesem Fall gehört sicher nicht zur feinen Art. Zumindest eine Mitteilung an die Nutzer bezüglich des neuen Features wäre wünschenswert gewesen. Die pauschale Aktivierung der neuen Funktion bei allen Nutzern hätten sich die Twitterbetreiber etwas besser überlegen sollen.
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Tags: Datenschutz, E-Mail, Mikroblogging, Nutzer, Privatsphäre, Sicherheit, Suche, Twitter
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